In Situ Art Society e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2014 in Bonn gegründet wurde und die aktuelle Kunst fördert. Zu den Schwerpunkten, Zielen und Hauptaktivitäten des Vereins gehören:
Samstag | 14. November 2026 | 20:00
In Situ Art Society präsentiert Aufbruch ins Unerhörte—Centennial Series 3
100 Jahre HANS WERNER HENZE
EL CIMARRÓN (1969/70)
Autobiographie des geflohenen Sklaven Esteban Montejo
Libretto von Hans Magnus Enzensberger
Nicholas Isherwood (US/FR) – Stimme, künstlerische Leitung
Camilla Hoitenga (US/DE) – Flöten
Tal Botvinik (IL/DE) – Gitarre
Oded Geizhals (IL/DE) – Perkussion
Dialograum Kreuzung an St. Helena
Bornheimer Straße 130, 53119 Bonn-Nordstadt
Eintritt: 21 € | 15 € ermäßigt
(für Mitglieder der In Situ Art Society: 14 € | 10 € ermäßigt)
Kartenreservierung: tickets@in-situ-art-society.de | Tel.: 0177 4046531
Anlässlich des 100. Geburtstags von Hans Werner Henze (1926–2012) präsentiert die In Situ Art Society eines seiner außergewöhnlichsten Werke: El Cimarrón, ein szenisches Vokalwerk für Bariton und drei Instrumentalisten, das 1969/70 während Henzes Aufenthalt in Kuba entstand und zu den bedeutenden politisch engagierten Werken Henzes gehört.
Im Mittelpunkt steht die Lebensgeschichte des ehemaligen kubanischen Sklaven Esteban Montejo (1860–1973), der aus der Sklaverei floh und später am kubanischen Unabhängigkeitskampf teilnahm. Auf der Grundlage seiner Erinnerungen verfasste Hans Magnus Enzensberger das Libretto für Henzes Komposition.
In 15 Bildern erzählt El Cimarrón von Sklaverei, Flucht, Freiheit und Widerstand. Henze verbindet Elemente der europäischen Neuen Musik mit Einflüssen afro-kubanischer Musik und schafft eine eigenständige Form des musikalischen Erzähltheaters.
Nicholas Isherwood ist ein amerikanischer Bassbariton und einer der führenden Interpreten zeitgenössischer Vokalmusik. Er arbeitete mit zahlreichen bedeutenden Komponisten zusammen und führte El Cimarrón mehrfach in Anwesenheit von Hans Werner Henze auf.
Camilla Hoitenga ist eine amerikanische Flötistin, die sich besonders auf zeitgenössische Musik spezialisiert hat. Sie arbeitete eng mit Karlheinz Stockhausen und Kaija Saariaho zusammen und brachte zahlreiche Werke zur Uraufführung.
Tal Botvinik ist ein israelischer Gitarrist, der sich auf zeitgenössische Musik und experimentelle Aufführungsformen spezialisiert hat. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die Erweiterung der klanglichen Möglichkeiten der Gitarre und die Entwicklung neuer musikalischer Ausdrucksformen.
Oded Geizhals ist ein israelischer Schlagzeuger und Perkussionist mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik. Er arbeitet mit verschiedenen Ensembles und Komponisten zusammen und beschäftigt sich intensiv mit erweiterten Spieltechniken und ungewöhnlichen Klangquellen.
Gefördert durch:
Mit freundlicher Unterstützung von:
Montag | 16. November 2026 | 20:00
In Situ Art Society presents The Dissonant Series 177
ENSEMBLE AY
Saadet Türköz (TR/CH) – Stimme
Bo Sung Kim (KR/DE) – Koreanische Percussion
Gunda Gottschalk (DE) – Violine, Viola
Ute Völker (DE) – Akkordeon
Dialograum Kreuzung an St. Helena
Bornheimer Straße 130, 53119 Bonn-Nordstadt
Eintritt: 15 € | 9 € ermäßigt
(für Mitglieder der In Situ Art Society: 10 € | 6 € ermäßigt)
Kartenreservierung: tickets@in-situ-art-society.de | Tel.: 0177 4046531
Vier charakterstarke Frauen formieren ein Quartett und widmen sich der freien Improvisation. Jede einzelne von Ihnen bringt ihre Erfahrung und ihre musikalischen Wurzeln in diese Formation ein. Im Zusammenspiel entdecken sie archaische Ausdrucksformen und neue Klangwelten. Die Musik erzählt von Werden und Vergehen, von Lachen und Weinen und von Heimat und Fremde ... Ihre Konzerte sind Reisen mit unbekannten Weltkarten. Ensemble Ay nimmt die Hörerinnen und Hörer mit auf kurvige Wege ins Ungewisse.
Zwei Pole prägen das Schaffen der Sängerin Saadet Türköz: Auf der einen Seite der Free Jazz und die Improvisation, kennengelernt in ihrer Wahlheimat Schweiz. Und auf der anderen Seite die orale und musikalische Tradition des Hochlands Zentralasiens, der Türkei und Kasachstans.
Geboren in Südkorea und aufgewachsen in Berlin, steht Bo-Sung Kim als Perkussionistin sowohl für koreanische traditionelle Künste als auch für genreübergreifenden moderne Performances. In zeitgenössischen interdisziplinären Projekten verknüpft sie Tradition mit Moderne.
Mit ihrem einzigartigen Akkordeonklang tönt Ute Völker in allen Registern der zeitgenössischen Neuen Musik. Die in Wuppertal lebende Musikerin versteht es, ihre Improvisationsfähigkeit in immer wieder interessanten Kombinationen unter Beweis zu stellen.
Auf der Geige spricht Gunda Gottschalk improvisierend ihre eigene Sprache. Der sonore Geigenklang wird um experimentelles Spiel erweitert. In Wuppertal beheimatet, startet sie mal in die Welt und mal vor die eigene Haustür.
Gefördert durch die Initiative Musik gGmbH mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Mit freundlicher Unterstützung von:
Dienstag | 1. Dezember 2026 | 20:00
In Situ Art Society presents The Dissonant Series 178
SIMON NABATOV »The Fabrics of Music«
Helen Bledsoe (US/DE) – Flöten
Holger Werner (DE) – Klarinetten
Axel Porath (DE) – Viola
Bruce Collings (US/DE) – Posaune
Maxime Morel (FR/DE) – Tuba
Dirk Rothbrust (DE) – Perkussion
Simon Nabatov (RU/US/DE) – Klavier, Komposition
Dialograum Kreuzung an St. Helena
Bornheimer Straße 130, 53119 Bonn-Nordstadt
Eintritt: 18 € | 12 € ermäßigt
(für Mitglieder der In Situ Art Society: 12 € | 8 € ermäßigt)
Kartenreservierung: tickets@in-situ-art-society.de | Tel.: 0177 4046531
The Fabrics of Music ist ein neuer Zyklus von Kammermusikwerken, den der Pianist und Komponist Simon Nabatov für Musikerinnen und Musiker des renommierten Kölner Ensemble Musikfabrik geschrieben hat. Das Projekt erforscht die Metapher der Musik als Gewebe: einen lebendigen Stoff, der aus Fäden komponierter Strukturen und improvisierter Gesten verwoben wird.
Die Stücke sind als modularer Zyklus konzipiert und können sowohl einzeln aufgeführt als auch zu größeren Konzertformen kombiniert werden. Dabei erscheint Improvisation nicht als bloßer Zusatz, sondern wird unmittelbar in das komponierte Material integriert. Die Grenze zwischen festgelegter Struktur und spontaner Erfindung wird bewusst verwischt.
The Fabrics of Music spiegelt damit die hybride künstlerische Praxis von Simon Nabatov wider, die gleichermaßen in der Kammermusik, der zeitgenössischen Komposition und der freien Improvisation verwurzelt ist. Unterschiedliche instrumentale Klangfarben und musikalische Ausdrucksweisen treten miteinander in Beziehung, überlagern und durchdringen sich. So entsteht ein vielschichtiges musikalisches Gewebe, dessen Gestalt sich im Zusammenspiel der Musikerinnen und Musiker immer wieder verändert.
Simon Nabatov, geboren in Moskau, ist ein international renommierter Pianist und Komponist, der seit vielen Jahren in Köln lebt. Seine musikalische Arbeit bewegt sich zwischen Jazz, freier Improvisation und zeitgenössischer komponierter Musik. Er hat zahlreiche eigene Projekte entwickelt und mit bedeutenden Vertretern der internationalen improvisierten Musik zusammengearbeitet.
Gefördert durch:
Mit freundlicher Unterstützung von:
Mittwoch | 9. Dezember 2026 | 20:00
In Situ Art Society presents The Dissonant Series 179
PHILIP ZOUBEK TRIO
Philip Zoubek (AT/DE) – Klavier, Synthesizer, Komposition
David Helm (DE) – Bass, Effekte
Dominik Mahnig (CH/DE) – Schlagzeug, Tischxylophon, Pfeifen
Dialograum Kreuzung an St. Helena
Bornheimer Straße 130, 53119 Bonn-Nordstadt
Eintritt: 15 € | 9 € ermäßigt
(für Mitglieder der In Situ Art Society: 10 € | 6 € ermäßigt)
Kartenreservierung: tickets@in-situ-art-society.de | Tel.: 0177 4046531
Das 2015 gegründete Philip Zoubek Trio hat bislang fünf Alben veröffentlicht. Mit Enigma erscheint Ende Oktober 2026 das bis dato konsequenteste Studioalbum in der Entwicklung des Ensembles.
Über die Jahre hat das Trio die klassische Besetzung aus Klavier, Bass und Schlagzeug eigenwillig und beharrlich erweitert: um Synthesizer, Effektgeräte, Xylophon und Blockflöte. Enigma setzt diesen Weg fort – und verdichtet ihn.
Ein zentrales Thema der kompositorischen Arbeit von Philip Zoubek ist das Verhältnis zwischen akustischem und elektronischem Klang. Nicht als bloße Kombination zweier Welten, sondern als produktive Spannung: Verschränkung, Gegenüberstellung, gegenseitige Färbung und Destabilisierung. Wie lässt sich der akustische Klavierklang durch Elektronik subtil verstimmen, aufrauen, ins Wanken bringen? Wie kann ein elektronischer Impuls in akustische Strukturen einschlagen und sie von innen heraus verwandeln?
Oft spielt Zoubek mit der linken Hand Klavier, während er mit der rechten den Synthesizer bedient. Aus diesem simultanen Zusammenspiel entsteht ein hybrider Klang, der zwischen den Temperamenten changiert – von brutalen Glissandi und perkussiven Attacken über kammermusikalisch zarte, marimbaartige Texturen bis hin zu glockenartigen Resonanzen und verzerrten Riffs.
Ähnliches gilt für den Kontrabass: Auch David Helm verfügt über ein weitreichendes Arsenal an Effekten – Distortion, Ringmodulator, Octaver –, mit dem er den klanglichen Raum in beide Richtungen auslotet: ins Brutale wie ins Filigrane.
Und auch Dominik Mahnig denkt das Schlagzeug über seine rhythmische Funktion hinaus: mit feinem Gespür für Klang und Melodie, etwa am Tischxylophon, öffnet er eine kammermusikalische Dimension des Trios.
Gefördert durch den Musikfonds e. V. mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Mit freundlicher Unterstützung von:
© 2014–2026 In Situ Art Society e. V.
Vorstand: Dr. Pavel Borodin (Vorsitzender), Geertje König (stellv. Vorsitzende), Corinna Siebert (Schatzmeisterin)
Adresse: Am Lenkert 9, 53177 Bonn, Deutschland
Tel.: +49 177 4046531 (Pavel Borodin), +49 1577 3830199 (Geertje König)
St.-Nr.: 205/5765/1712